Gesprächsoase – einmal anders

oase_andersIn den Tagen der Innsbrucker Seniorenmesse zeigte sich die Gesprächsoase einmal ganz anders. Sie „ging zu den Leuten“. Sr. Irma Maria Kuenzer und Brigitte Blassnig hatten die Hauptorganisation übernommen und kümmerten sich um alles, was dafür nötig war. Alle interessierten Mitarbeiterinnen übernahmen bereitwillig und ehrenamtlich Dienste. Einige von Ihnen berichten von ihren Erfahrungen:
Gesprächsoase – Ihren Auftritt bitte!
Da wir feststellen mussten, dass unser Stand so unauffällig und kaum wahrnehmbar ist, haben wir uns gleich entschieden, selbst auf uns aufmerksam zu machen und uns niemanden entgehen zu lassen. Wir haben also jede und jeden, die vorbeigeschlendert sind, angesprochen und gefragt, ob sie die Gesprächsoase kennen. Wenige haben huldvoll abgewinkt mit einem „Danke!“, die meisten konnten wir für ein kurzes Gespräch über die Gesprächsoase und was wir bieten, gewinnen. Etliche kannten uns auch schon, eine Frau sagte sogar, sie habe oft schon vorgehabt, einmal hineinzuschauen und ich hoffe, unsere Ermutigung wird Früchte tragen. Sehr beliebt waren die Spruchlose, die kleinen Spruchkarten und die Kulis. Wir hatten etliche interessante Begegnungen. Ein Mann hat uns einen philosophischen Vortrag gehalten über  Veränderungen in der Gesellschaft und über das Verhältnis zu natürlichen Vorgängen wie Geburt und Tod und schließlich kam er auf Kaiserin Maria Theresia zu sprechen. Ein Paar kam nach der Aufklärung über unser Angebot „Gesprächsoase“ auf Verschiedenes zu sprechen, wobei das gegenseitige Einvernehmen der Beiden unübersehbar war, auch bezüglich der Themen wie Eifersucht, Freundschaft, Himmel, Hölle usw.
Unwillkürlich dachte ich, dass Liebe die Menschen schön macht. Die Zeit verging uns wie im Flug, und es gibt jetzt viele Menschen, die mit einem Prospekt von uns nach Hause gegangen sind und vielleicht den Mut finden, bei uns zuzukehren.
Sr. Christine Koretic

Keine Angst, sie brauchen nichts zu kaufen, hier bekommen Sie sogar etwas gratis!Viele Besucher nahmen die Visitenkarten gerne an, und so kam man ins Gespräch. Sogar Ehepaare, besonders die Männer meinten: “meine Frau ist meine Gesprächsoase”!!! So entstand auch oft ein interessanter, manchmal auch ein lustiger Dialog!Im Allgemeinen fanden die Messebesucher, dass es gut ist, dass es uns, bzw. die Gesprächsoase gibt!
Ein Detail am Rande:Ab und zu sind die Messebesucher ein wenig zurückgetreten als man sie ansprach. Sie meinten, sie würden in ein Verkaufsgespräch verwickelt. Da konnte man sagen: “keine Angst, bei uns brauchen sie nichts zu kaufen, hier bekommen sie sogar etwas umsonst”!!
Sonja Klingenschmid

„Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln“(Verfasser unbekannt) Dieser Text hat sich vielfach bestätigt, als ich bei der Seniorenmesse am Stand der Gesprächsoase mit den Menschen Kontakt
aufnahm. Es war eine Freude, auf Menschen zugehen zu können und ihre Offenheit zu erleben. Menschen zu begegnen und ihre Bereitschaft zu spüren, für ein paar Augenblicke aus der Konsumwelt auszusteigen und den
Blick auf die eigene Situation des „Mensch seins“ zu werfen.
In den oft sehr kurzen Begegnungen war eine Fülle von menschlichen Schicksalen zu erahnen – das zu erleben löst Betroffenheit aus. Immer wieder konnte ich erfahren, wie wichtig es ist, miteinander ins Gespräch
zu kommen – wie es eine Frau auf den Punkt gebracht hatte: „Sich aussprechen zu können, wo der Schuh drückt, da wird es leichter.“ Auch kirchenkritische Stimmen wurden laut, wie z. Bsp.: „Ich bin nicht getauft, und ich bin sehr froh darüber. Die Kirche interessiert mich nicht – mit den ganzen Missbrauchsgeschichten, oder: „ was geht mich das Ganze an, jeder Mensch muss mit seinen eigenen Problemen fertig werden…“!
Alles in allem war es eine gute Erfahrung, und ich bin dankbar für diese Begegnungen und Gespräche.
Margarethe Danzl

Kirche Informiert IV 2013