Lange Nacht der Kirchen – 23. Mai 2014

Zu diesem Anlass hat Mag. Angelika Lang als Leiterin der Gesprächsoase einen Vortrag von Univ.Prof. Dr. Marksteiner initiiert über das Thema „Ein gelungenes Leben- was ist den Menschen am Ende der Tage wichtig“. P.Rektor Janusz Turek stellte den Klemens Saal im Redemptoristenkolleg zur Verfügung. Da die Gesprächsoase in der Broschüre der Diözese über die Angebote „Lange Nacht der Kirchen“ nicht aufschien, haben die Mitarbeiter der Gesprächsoase die Plakate in sämtlichen Pfarren von Innsbruck und Umgebung aushängen lassen und auch sonst viel Mundpropaganda gemacht. Tatsächlich war das Interesse sehr groß. Der Saal füllte sich, quoll über…

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Prof. Dr. Marksteiner zeigte sich überrascht und beeindruckt, er hatte nur mit wenigen gerechnet. Nach einem kurzen Input aus dem Fachgebiet der Psychiatrie ging es hauptsächlich darum, was die Menschen als „Glück“ empfinden, entsprechend verschieden seien auch die Ansätze. Statistisch zeigt sich, dass z.B. das Geld nicht im gleichen Verhältnis glücklich macht wie die Geldnot unglücklich macht. Auch die Karriere spielt für die meisten Menschen auf dem Sterbebett keine Rolle. Begleiter/innen von Sterbenden haben Bücher geschrieben über das, was sie am meisten bereuen, bzw. was sie wünschten, mehr oder besser getan zu haben: Rang eins das Bedauern, nicht selbst gelebt, sondern die Erwartungen anderer erfüllt zu haben; zu viel Zeit mit Arbeit ausgefüllt und zu wenig Zeit für Angehörige und Freunde investiert zu haben; zu selten gesagt zu haben „Ich liebe Dich“ und „Verzeih mir!“
Ein wichtiges Kriterium ist auch die Zufriedenheit und Dankbarkeit, die Aufmerksamkeit auf die vielen „kleinen Glücke“. Nach seinen Ausführungen war Prof. Dr. Marksteiner noch bereit, die Fragen der Zuhörer zu beantworten. Angesprochen wurde auch die Rolle, die der Glaube spielt. Er gab zu, dass der Glaube an einen Gott, der die Liebe ist und sich um den Menschen kümmert, eine große Hilfe sei, dass aber die Psychiatrie Religion ausklammern müsse.
Nach dem Vortrag strömten viele in die Gesprächsoase zu einem kleinen Plausch, auch um die Räumlichkeiten kennenzulernen, den Durst zu löschen, sich an Knabbereien zu laben und die Menschen kennenzulernen, die sich dort zum Zuhören und Mitfühlen engagieren, damit Leben gelingt, besser gelingt, Kraftreserven aufgespürt werden, mit einem Wort, dem Glück neue Türen geöffnet werden.
Alles in allem war es ein gelungener Abend, der uns Mitarbeiter der Gesprächsoase spüren ließ, dass unser Dienst sinnvoll ist und gebraucht wird.
Sr. Christine Koretic, Mitarbeiterin in der Gesprächsoase Innsbruck